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Erste Hilfe erreicht Turkana

Hilfe für Turkana: Lebensmittel und Bibeln

Kenianische Bibelgesellschaft berichtet von erfolgreichem Transport

Loroo/Stuttgart, 17. Oktober 2011. Die Hungersnot am Horn von Afrika ist aus den Schlagzeilen verschwunden. An der dramatischen Lage hat sich nichts geändert. Die Deutsche Bibelgesellschaft hat die leidenden Menschen in der am schlimmsten betroffenen Region Kenias nicht vergessen. Durch erste Spenden sind vor allem Nahrungsmittel, aber auch Bibeln verteilt worden, um Hoffnung und Trost nach Turkana im Nordwesten des Landes zu bringen.

Vertreter von 500 Familien haben sich unter der gleißenden Sonne zu einer langen Schlange aufgereiht. Es ist eine karge Gegend mit sandigem Boden und auffallend wenig Pflanzen. Trotz der Hitze warten die Menschen geduldig, um eine Ration der mitgebrachten Nahrungsmittel für ihre Familie in Empfang zu nehmen. Es ist Mittwoch, der 21. September 2011: Die Partner der Kenianischen Bibelgesellschaft mit Generalsekretärin Elizabeth Muriuki sind zwei Tage lang mit Hilfsgütern nach Loroo gereist. Das Dorf liegt abseits der großen Verkehrswege und ist eher eine Ansammlung von Hütten. Geschäfte oder ein Rathaus gibt es dort nicht. Selbst Hilfsorganisationen verirren sich nur selten in diese Gegend, sagt Muriuki.

Frauen, Männer, Schulkinder und kleine Babys jubeln bei der Ankunft der Fahrzeuge. Selbst für Muriuki ist es ein Kulturschock, wie einfach hier alles ist: Manche Frauen kleiden sich noch traditionell – nur mit Tierfellen und kunstvoll hergestelltem Halsschmuck. Das sei weniger dem Kulturbewusstsein, als der Armut geschuldet. Die Frauen laufen barfuß auf dem enorm heißen Sand und haben dabei meist noch ihre Kinder auf dem Arm.

Neben einem ausgetrockneten Flussbett wird vom Häuptling eine Versammlung unter einer Gruppe von Akazienbäumen einberufen, die wenigstens etwas Schatten spenden. Es war eine sehr entspannte Atmosphäre, sagte Murikuki später. Bischof Nakain von der „Africa Inland Church“ beginnt mit einem Gottesdienst in turkanischer Sprache. Die Menschen singen und Loblieder erklingen an dem eigentlich lebensfeindlichen Ort. Die Musik verwandelte ihn für kurze Zeit in eine Oase des Friedens, erinnert sich Muriuki.

Nach dem Gottesdienst werden die Hilfsgüter verteilt. Jeder Familienvertreter in der Schlange bekommt eine Ration mit Mais, Bohnen, Ndengu, Reis, Salz und Öl. Wer lesen kann, bekommt eine Bibel geschenkt. Eine Frau liest vor den anderen stolz und mitreißend einen Text aus der Bibel in turkanischer Sprache vor. Das soll ihre Mitmenschen inspirieren. Durch die Aktion hofft Muriuki, dass viele dem Beispiel der Frau folgen, die Schule besuchen und lesen lernen. Denn das ist für eine bessere Zukunft wichtig, sagt Bischof Nakain. In seiner Schule lernen 20-Jährige anhand der Bibel begeistert Lesen und Schreiben. Der Bedarf ist groß.

Bis Ende Oktober sollen mit einem erneuten Transport weitere Nahrungsmittel und Bibeln die abgelegene Region in Turkana erreicht haben. „Der Häuptling hat Gott gedankt und hat uns gedankt, dass wir die Menschen in Turkana nicht vergessen haben“, sagte Muriuki. Die Hilfe geht weiter und Spenden werden dringend benötigt.

Weitere Informationen unter www.weltbibelhilfe.de.
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Spendenkonto „Weltbibelhilfe“: Evangelische Kreditgenossenschaft (BLZ 520 604 10) Konto-Nummer 415 073
 
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Aktion Weltbibelhilfe
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