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Sechs Punkte, die die Welt bedeuten

BibelReport 4/11

Zeitschrift „Bibelreport“ über Medien in der Brailleschrift

Die Bibel in Blindenschrift ist das Titelthema der aktuellen Ausgabe des „Bibelreports“. Die Zeitschrift vergleicht die Entwicklung der Blindenschrift durch Louis Braille mit der Erfindung des Buchdruckes mit beweglichen Lettern durch Johannes Gutenberg. Sie habe blinden Menschen endlich einen leichten Zugang zu den Kulturtechniken des Lesens und Schreibens verschafft. Weitere Themen sind unter anderem die Kinderbibel-Illustrationen der Niederländerin Marijke ten Cate und eine Aktion gegen häusliche Gewalt in Peru.

„Für blinde und sehbehinderte Menschen gehört das Punktschriftsystem zu den großen Erfindungen der Weltgeschichte“, heißt es im „Bibelreport“. Der blinde Franzose Louis Braille entwickelte 1825 als 16-Jähriger die später nach ihm benannte Schrift. Mit einer Kombination von sechs Punkten können alle Buchstaben und Satzzeichen dargestellt und leicht mit den Fingern ertastet werden.

Doch die Kosten für die Publikationen sind hoch, erklärt die Zeitschrift. Eine Bibel in Punktschrift bestehe aus etwa 40 Bänden. Das Spezialpapier und die geringen Auflagenzahlen seien weitere Faktoren. Zudem müssten Konvertierungsprogramme für die jeweilige Sprache entwickelt werden. Der Herstellungspreis einer kompletten Bibel in einfacher Ausstattung liege dann leicht bei rund 500 Euro.

Als Projekt der Weltbibelhilfe wird ein Studien- und Publikationsprogramm für blinde und sehgeschädigte Menschen in Armenien vorgestellt. Etwa 10.000 Armenierinnen und Armenier sind blind. Die dortige Bibelgesellschaft benötigt finanzielle Unterstützung, um das Projekt umzusetzen.

In der Jahresserie zum Thema Bibelillustrationen kommt Marijke ten Cate zu Wort. Sie erklärt, wie sie durch die künstlerische Beschäftigung mit der Bibel einen neuen Blick auf das Alte Testament gewonnen hat. Bei der Deutschen Bibelgesellschaft erscheint „Die Bibel für Kinder“ mit ihren Illustrationen.

Außerdem berichtet die Zeitschrift von einer Kampagne der Bibelgesellschaft in Peru gegen häusliche Gewalt. Zusammen mit Kinderhilfswerken, evangelischen Schulen und Kirchen hat sie ein Netzwerk geschaffen. Mehr als 13.000 Erwachsene haben Workshops der Bibelgesellschaft zum Thema „Häusliche Gewalt“ besucht. 15000 Schüler wurden geschult, Missbrauch zu erkennen und zu verhindern.

Der „Bibelreport“ wird von der Deutschen Bibelgesellschaft herausgegeben und erscheint viermal im Jahr. Die Zeitschrift berichtet über Themen rund um das „Buch der Bücher“. Ein Schwerpunkt ist die weltweite Arbeit der Bibelge-sellschaften für die Verbreitung und Übersetzung der Heiligen Schrift.

RTM

 

Mehr Informationen

www.dbg.de
www.weltbibelhilfe.de

Über die Deutsche Bibelgesellschaft

Die Deutsche Bibelgesellschaft ist eine kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Stuttgart. “Übersetzung, Herstellung und Verbreitung der Bibel” nennt die Satzung als Aufgaben. Darüber hinaus fördert sie die Bibelmission, das Bibellesen und die Kenntnis der Heiligen Schrift. Vorsitzender ist der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Dr. Johannes Friedrich. Bei der Deutschen Bibel-gesellschaft erscheinen die Lutherbibel im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Gute Nachricht Bibel. Mit der Basisbibel bietet sie die erste Bibelübersetzung an, die den gewandelten Lesebedürfnissen des 21. Jahrhunderts gerecht wird: Zeitgemäßes Deutsch mit klaren, prägnanten Sätzen, rhythmischer Sprache, zahlreichen Sacherklärungen und Hintergrundinformationen im Internet. Zu den mehr als 500 Titeln des Verlages zählen außerdem wissenschaftliche Ausgaben, Hörbibeln, elektronische Medien, fremdsprachige Ausgaben und Kinderbibeln.

Ansprechpartner
Tobias Keil
Aktion Weltbibelhilfe
Tel: (0711) 7181 - 273
Fax: (0711) 7181553 - 273
E-Mail keil@dbg.de

 

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