Die Bielefelder Bilder-Bibel
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Idee
Biblische Texte werden durch eine künstlerisch-kreative Auseinandersetzung mit ihrem Thema am Lebensort junger Menschen verortet. Lokale Schauplätze oder Personen am Lebensort eröffnen so neue Zugänge zu biblischen Texten. Das Ergebnis wird ausgestellt und so einer breiteren Öffentlichkeit ebenfalls eine neue Sicht auf die Bibel ermöglicht.
Konzept
Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 bis zur Sekundarstufe 2 oder Berufsschule werden eingeladen, im Religionsunterricht (oder fächerverbindend auch in Kunst) sich mit einem Bibelwort zu befassen und dies lokal zu verankern. Dies kann sehr gut mit dem Stilmittel Fotografie und Collage, aber auch mit Videotechnik oder Computeranimation geschehen. Auch klassische Techniken wir Zeichnung oder Gemälde sind möglich. Wichtig ist jedoch auch hier der Lokalbezug. An dem Projekt können sich mehrere Klassen einer Schule oder mehrere Schulen beteiligen und je nach Fülle der entstandenen Werke eine kleinere oder größere Ausstellung organisieren.
Zielgruppe
Primär sind die genannten Schülerinnen und Schüler die Zielgruppe, zuvor müssen jedoch Lehrerinnen und Lehrer für das Projekt interessiert werden. In einem zweiten Schritt, der Ausstellung, ist die gesamte lokale Öffentlichkeit im Blick.
Umsetzung
Projektidee und -erfahrung
Das Schulreferat des Kirchenkreises Bielefeld hat in einer groß angelegten Aktion zum Abschluss des Jahrs der Bibel eine Bielefelder Bilder-Bibel initiiert, die auch nach dem Bibeljahr fortgeführt wurde. Als Ansprechpartnerin steht die damalige Projektverantwortliche, die Schulreferentin des Kirchenkreises, zur Verfügung:
Pfarrerin Andrea Seils
Haus der Kirche
Markgrafenstraße 7
33602 Bielefeld
Telefon: +49 521 68493
An der Aktion in Bielfeld nahmen rund 300 Schülerinnen und Schüler teil, die Ergebnisse wurden in einer Auswahl professionell für eine Ausstellung aufbereitet und in der StadtBibliothek Bielefeld gezeigt. Beispiele der Fotoarbeiten sind hier auf der Website zu sehen.
Vorbereitung
Angestrebt wird eine Qualität, mit der sich die Werke auch in der Öffentlichkeit zeigen lassen. Daher ist eine gute Vorbereitung und die Schaffung von genügend Freiraum im Unterricht notwendig. Je nach Möglichkeiten der Schülerinnen und Schüler kann eine vorgegebene Textauswahl hilfreich sein. Auch wenn kein fächerverbindender Unterricht möglich ist, sollte klar sein, welche handwerklich-technischen Möglichkeiten den Klassen zur Verfügung stehen, bevor möglicherweise kaum erfüllbare Vorgaben gemacht werden.
Auch müssen die Möglichkeiten, die Werke auszustellen, erkundet werden: nur innerhalb der Schule, in einer Kirche oder in einer Bibliothek, einem Museum, einer Bank? Wer trifft ggf. eine Auswahl, gibt es vielleicht sogar eine Jury? Lassen sich Sponsoren oder Kostenträger und andere Unterstützer finden, die die Entstehung der Werke selbst oder ihre angemessene Präsentation fördern (Kameras bereitstellen, evtl. Monitore, Bilderrahmen, Ausstellungswände und –vitrinen und ähnliches).
Wenn diese Technika klar sind, kann der kreative Teil in den Klassen beginnen.
Projektdurchführung
Die Aktion kann nicht nur im Klassenraum und im Rahmen des 45-Minuten-Takts der Schule stattfinden. Exkursionen zu Orten, die mit Bibelworten in Verbindung gebracht werden, erfolgen in Kleingruppen. Auch die Herstellung der Werke (Collagen, Zeichnungen, Fotos mit Nachbearbeitung, Videos mit Schnitt) braucht Zeit und Raum. Lehrende und Schüler, aber auch Schulleitungen und Eltern müssen diesen Bedarf akzeptieren.
Der Entstehungsprozess sollte innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens erfolgen, der nicht zu weit (z.B. keine großen Ferien dazwischen) von einem Ausstellungstermin entfernt liegt, um die Motivation gerade bei jüngeren Schülern zu erhalten. Wenn sich mehrere Schulen beteiligen, kann eine Vorauswahl auch an den Schulen selbst erfolgen. Eine große Ausstellung braucht für die Aufbereitung der einzelnen Werke noch einige Wochen Vorlauf.
Für diese Aufbereitung sollte eine Galeristin, eine Grafikerin, Museumspädagogin oder eine andere Fachperson gewonnen werden. Evtl. gibt es auch Fachfirmen am Ort (z. B. Messebau), die als Sponsoren mitwirken oder von Sponsoren gezahlt werden.
Zur Ausstellungseröffnung wird die Lokalpresse eingeladen, möglichst sollte auch eine prominente Person für die Eröffnung selbst gefunden werden.
Was gut ist bleibt
Zu klären ist (nicht zuletzt mit den Urhebern), wo nach Abschluss des Projekts die Bibel-Bilder bleiben: als Einzelstücke an den jeweiligen Schulen, bei den Schülern selbst oder an einem anderen Ort, wo einzelne exzellente Werke auf Dauer besichtigt werden können (Gemeindehaus, Bibliothek, kirchliche Verwaltungsgebäude).






