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100 Millionen Bibeln „reichen bei Weitem nicht“

Titelbild des BibelReports

Zeitschrift „Bibelreport“ berichtet über eine Reise nach China

Stuttgart, 4. März 2013. Die Reise einer Delegation der Bibelgesellschaften nach China ist Schwerpunktthema der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift „Bibelreport“. Außerdem startet eine Jahresserie zu den apokryphen Evangelien.

Ziel der China-Reise von Bibelgesellschaftsvertretern war unter anderem die Amity-Druckerei in Nanjing. Sie wurde 1987 gemeinsam von der chinesischen Amity-Stiftung und dem Weltverband der Bibelgesellschaften gegründet. „Bei der Herstellung von Bibeln dürfen chinesische Kirchen unterstützt werden“, berichtet Weltbibelhilfe-Referent Tobias Keil. Der Weltverband nutze daher die Möglichkeit, die Kosten für das Spezialpapier zu übernehmen. Dadurch könnten die Druckkosten deutlich gesenkt und Bibeln preiswerter angeboten werden.

Inzwischen hat die Druckerei in Nanjing mehr als 100 Millionen Bibeln gedruckt. „Auch wenn die Zahl hoch erscheint, reicht sie bei Weitem nicht aus“, betont der Weltbibelhilfe-Referent. Menschen auf der ganzen Welt interessierten sich mehr denn je für Gottes Wort. Das gelte besonders dort, wo es vormals schwierig war, eine Bibel zu bekommen, wie zum Beispiel in China. Im Sommer erscheint ein Sonderheft des Bibelreports mit ausführlichen Informationen zur Bibel in China.

„Zu den weisesten Entscheidungen der frühen Christenheit gehört es sicher, dass in den Kanon des Neuen Testaments nicht nur eine – quasi normative – Evangelienschrift aufgenommen wurde, sondern vier“, schreibt Dr. Uwe-Karsten Plisch im ersten Teil der Jahresserie. Am Ende des 2. Jahrhunderts hätten sich die Evangelien nach Markus, Matthäus, Johannes und Lukas weitgehend als akzeptierte heilige Schriften durchgesetzt, so der Autor des „Bibelreports“. Der Prozess der Kanonbildung laufe aber noch mindestens bis ins 4. Jahrhundert.

Späteren kirchlichen Listen lasse sich entnehmen, dass praktisch jedem der zwölf Jünger Jesu mindestens ein Evangelium zugeschrieben wurde, erklärt der Theologe. Das wohl wichtigste und interessanteste apokryphe Evangelium ist nach Ansicht des Experten das Evangelium nach Thomas. Es entstammt einem Handschriftenfund beim oberägyptischen Nag Hammadi vom Dezember 1945.

Ein weiteres Thema des „Bibelreports“ ist die Neustadter Bibel von 1579 und die Tossanusbibel von 1617 als die erste große reformierte Kommentarbibel. Mit dem „wahren Schatz der Kirche“ beschäftigt sich DBG-Geschäftsführer Reinhard Adler im „Bibel persönlich“. Im Projekt der Weltbibelhilfe geht es um Bibeln für blinde Kinder in Ghana.

Der „BibelReport“ wird von der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG) herausgegeben und berichtet über Themen rund um das „Buch der Bücher“. Ein Schwerpunkt der Quartalszeitschrift ist die weltweite Arbeit der Bibelgesellschaften für die Verbreitung und Übersetzung der Heiligen Schrift.

Mehr Informationen und den „Bibelreport“ zum Download unter www.weltbibelhilfe.de

RTM

Mehr Informationen

www.dbg.de
www.die-bibel.de
www.bibelonline.de
www.weltbibelhilfe.de

Über die Deutsche Bibelgesellschaft
Die Deutsche Bibelgesellschaft ist eine kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Stuttgart. “Übersetzung, Herstellung und Verbreitung der Bibel” nennt die Satzung als Aufgaben. Darüber hinaus fördert sie die Bibelmission, das Bibellesen und die Kenntnis der Heiligen Schrift. Vorsitzender ist Pfarrer Dr. Johannes Friedrich, Landesbischof a.D.. Bei der Deutschen Bibelgesellschaft erscheinen die Lutherbibel im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Gute Nachricht Bibel. Mit der Basisbibel bietet sie die erste Bibelübersetzung an, die den gewandelten Lesebedürfnissen des 21. Jahrhunderts gerecht wird: Zeitgemäßes Deutsch mit klaren, prägnanten Sätzen, rhythmischer Sprache, zahlreichen Sacherklärungen und Hintergrundinformationen im Internet. Zu den mehr als 500 Titeln des Verlages zählen außerdem wissenschaftliche Ausgaben, Hörbibeln, elektronische Medien, fremdsprachige Ausgaben und Kinderbibeln.

 

 

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