Schriftgröße: A A A

Die Bibel in der eigenen Sprache

Logo der United Bible Societies (UBS), der Weltverband der Bibelgesellschaften

Internationaler Tag der Muttersprache wird am 21. Februar begangen

Stuttgart, 20. Februar 2013. Viele Völker auf allen Kontinenten warten immer noch auf die Bibel in ihrer Muttersprache. Daran erinnern die Bibelgesellschaften anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache am 21. Februar. Die komplette Bibel gibt es jetzt in 475 Sprachen, wenigstens einzelne Schriften der Bibel liegen in 2063 Sprachen vor. Doch weltweit werden mehr als 6000 Sprachen genutzt.

„Keine später erlernte Sprache erreicht einen Menschen so wie die Muttersprache“, sagt Stephen Pattemore, Übersetzer im Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS). Für Kirchen und Gemeinden in der ganzen Welt sei es zentral, dass die Bibel in der Muttersprache vorliege. Jeder Mensch müsse die Möglichkeit haben, das Wort Gottes in seiner eigenen Sprache zu hören. Die Bibelgesellschaften arbeiten zurzeit in rund 450 Übersetzungsprojekten. Dabei werden in 263 Projekten biblische Schriften das erste Mal in die jeweilige Sprache übersetzt.

Darüber hinaus sind die Bibelgesellschaften in 60 Alphabetisierungsprogrammen engagiert. Die Programme erreichen in 40 Ländern rund 400.000 Menschen. Seit 2012 ist der Weltverband mit dieser Arbeit beratender Partner der Unesco, der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Die Vereinten Nationen haben den jährlichen Welttag der Muttersprache auf Vorschlag der Unesco ausgerufen. Am 21. Februar 2000 wurde er das erste Mal begangen. Die Unesco verweist darauf, dass der Schutz und die Entwicklung der Sprachenvielfalt von vitalem kulturellem Interesse sind. Dazu ist es auch wichtig, dass jede Sprachgruppe die Alphabetisierung in der eigenen Sprache fördern kann. Der Tag erinnert an Proteste am 21. Februar 1952 im damaligen Ost-Pakistan, heute Bangladesh, gegen die Einführung von Urdu als Amtssprache. 98 Prozent der Bevölkerung in Ostbengalen sprach Bengali.

Der Weltverband der Bibelgesellschaften zählt 146 Mitglieder und ist in mehr als 200 Ländern aktiv. Zentrale Aufgaben der Bibelgesellschaften sind neben der Übersetzung die Herstellung und Verbreitung der Heiligen Schrift. In Deutschland sammelt die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft Spenden für entsprechende Projekte in ärmeren Ländern.

Weitere Informationen gibt es unter www.weltbibelhilfe.de.

RTM

 

Mehr Informationen

www.dbg.de
www.die-bibel.de


Über die Deutsche Bibelgesellschaft

Die Deutsche Bibelgesellschaft ist eine kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Stuttgart. “Übersetzung, Herstellung und Verbreitung der Bibel” nennt die Satzung als Aufgaben. Darüber hinaus fördert sie die Bibelmission, das Bibellesen und die Kenntnis der Heiligen Schrift. Vorsitzender ist der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Dr. Johannes Friedrich. Bei der Deutschen Bibelgesellschaft erscheinen die Lutherbibel im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Gute Nachricht Bibel. Mit der Basisbibel bietet sie die erste Bibelübersetzung an, die den gewandelten Lesebedürfnissen des 21. Jahrhunderts gerecht wird: Zeitgemäßes Deutsch mit klaren, prägnanten Sätzen, rhythmischer Sprache, zahlreichen Sacherklärungen und Hintergrundinformationen im Internet. Zu den mehr als 500 Titeln des Verlages zählen außerdem wissenschaftliche Ausgaben, Hörbibeln, elektronische Medien, fremdsprachige Ausgaben und Kinderbibeln.

 

  • Regionale Bibelzentren
  • Der DGB-Newsletter
  • Unterstützen Sie uns